Psychotherapie

Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Heilverfahren. Sie geht davon aus, dass Körper und Seele eine Einheit sind. Krankheiten, Symptome oder Leidenszustände sind demnach entweder Ursache oder Ausdruck von seelischem Ungleichgewicht.

 

Ziel einer Psychotherapie ist es, seelisches Leid zu heilen oder zu lindern, in Lebenskrisen zu helfen, störende Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die persönliche Entwicklung und Gesundheit zu fördern.

 

Psychotherapie findet immer in der Beziehung zwischen Psychotherapeut*in und Klient*in statt. Der Begriff „Psychotherapie“ bedeutet ursprünglich, den ganzen Menschen, also seine Seele, sein Gemüt, seinen Verstand, seine Lebenskraft zu unterstützen, heilen, pflegen und auszubilden. Wie eine Psychotherapie genau abläuft, kann im Vorhinein nicht festgelegt werden. Der Verlauf hängt von vielen Faktoren, der jeweiligen Persönlichkeit und vom Miteinander ab. Die Lösungen eines Problems werden nicht vorgegeben. Es geht vielmehr um eine Begleitung in der persönlichen Entwicklung – mit dem therapeutischen Hintergrundwissen über psychische Prozesse und Störungen. Das Verstandenwerden in einer vertrauensvollen Beziehung ist ein zentrales Element der psychotherapeutischen Behandlung und führt dazu, dass sich der*die Klient*in nach und nach selbst besser verstehen und kennen lernen.

 

Es gibt auch kein vorformuliertes konkretes Ziel einer Psychotherapie. Dieses wird zu Beginn der Behandlung zwischen Klient*in und Psychotherapeut*in besprochen. Im Laufe der Therapie kann dieses Ziel immer wieder gemeinsam angepasst und verändert werden.

 

Es gibt derzeit 22 anerkannte psychotherapeutische Methoden in Österreich. Diese können Sie hier nachlesen. All diese Methoden wurden vom Psychotherapiebeirat im Gesundheitsministerium unter anderem auf ihre wissenschaftliche Fundierung hin überprüft. Die spezifischen Behandlungsschritte sind Teil eines umfassenden, theoretisch begründeten und wissenschaftlich untermauerten Theoriegebäudes.

 

Ich befinde mich in einem fortgeschrittenen Ausbildungsstatus der Richtung „Integrative Gestalttherapie“ (weitere Infos zur Methode) und arbeite derzeit als "Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision". Das bedeutet, dass ich die Ausbildung noch nicht vollständig abgeschlossen habe und daher die Eintragung in die vom Gesundheitsministerium geführte Psychotherapeut*innenliste noch nicht erfolgen konnte. Für Sie als Klient*in ist dieser Ausbildungsstatus mit möglichen Vor- und Nachteilen verbunden, die ich hier offen legen möchte. Ein Vorteil ist, dass die Stunden in der Regel wesentlich günstiger als bei Kolleg*innen mit abgeschlossener Ausbildung sind. Als Nachteil kann die meist weniger vorhandene Erfahrung als bei Berufskolleg*innen mit abgeschlossener Ausbildung genannt werden. Jedoch ist im Ausbildungsstatus eine begleitende Supervision verpflichtend. Das bedeutet, dass ein ständiger (anonymisierter) Austausch mit erfahrenen Gestalttherapeut*innen stattfindet, was einen zusätzlichen Vorteil für Sie im Sinne der laufenden Qualitätskontrolle und -sicherung bedeuten kann.